14. Olympische Winterspiele
Olympische Erfolge bei den Spielen 1984 in Sarajevo
117 Medaillen in 10 Sportarten bei 39 Events
Sarajevo, im damaligen Jugoslawien gelegen, hatte sich gegen Sapporo und Göteborg durchgesetzt. Vom 8. Bis 19. Februar war die Welt eingeladen an den Olympischen Winterspielen teilzuhaben.
Diese Spiele waren die einzigen, bei denen die DDR den Medaillenspiegel anführte, über die Eiskunstläuferin Katarina Witt und den Skispringer Jens Weißflog wurde in der Presse besonders viel berichtet, aber auch die Bobfahrer, Eisschnellläuferinnen Karin Kania-Enke, Christa Luding Rothenburg und Andrea Schöne-Mitscherlich, die Rodlerin Steffi Walter-Martin errangen gemeinsam 9 Goldmedaillen. Die Eisschnellläuferinnen der DDR gewannen 9 von 12 Medaillen, die Rodlerinnen schafften einen Dreifachsieg, die Bobs jeweils einen Doppelsieg. Die Sowjetunion kam auf 6 Olympiasiegen, allerdings hatten sie mit 25 Medaillen eine mehr als die DDR. Überragend war die finnische Skilangläuferin Marja-Liisa Hämäläinen die alle drei Einzelbewerbe der Frauen gewann, dazu noch Bronze mit der Staffel.
Das britische Eistanzpaar Jayne Torvill und Christopher Dean standen für die Medien schon vor Beginn der Spiele als Olympiasieger fest. Entsprechend groß war der Interesse an dem Paar. Tatsächlich tanzten sie perfekt zu Ravel´s Bolero und erhielten dafür neunmal die damalige Bestnote 6.0. Damit hatten sie Geschichte geschrieben.
Die Wintersportnation Österreich hatte auch Geschichte geschrieben. Allerdings eine negative. Anton Steiner holte in der alpinen Abfahrt die Bronzemedaille, mehr gab es für Österreich nicht zu holen. Das war das mit Abstand schlechteste Ergebnis bei Winterspielen für das Land. Die Abfahrt gewann sensationell der US-Amerikaner Ben Johnson. Ein sechster Platz war zuvor sein bestes Ergebnis in einer Weltcupabfahrt. Doch in Sarajevo war er bei den Trainingsfahrten jeweils Bester gewesen. Selbstbewusst erklärte er vor dem Rennen, dass er gewinnen werde. Und es war so. Es war der erste Olympiasieg eines US-Amerikaners im Alpinen Skilauf.
Acht Jahre später war Sarajevo im Bosnienkrieg schwer umkämpft, die Großschanze und viele weitere Sportstätten wurden so schwer beschädigt, dass sie danach nicht mehr zu nutzen war. Was für ein Gegensatz: Die Olympischen Spiele die den Frieden in die Welt tragen sollen und ein grausamer Krieg, der mindestens 200.000 Menschenleben forderte, 2.200.000 wurden vertrieben oder flüchteten. Kriegsverbrechen waren leider an der Tagesordnung und wurden später vom Haager Tribunal verurteilt. Der Zerfall Jugoslawiens war die Folge.