13. Olympische Winterspiele
Olympische Erfolge bei den Spielen 1980 in Lake Placid
115 Medaillen in 10 Sportarten bei 38 Events
Nach 1932 war Lake Placid 1980 zum zweiten Mal Gastgeberstadt der Olympischen Winterspiele. Diese wurden vom 13. Bis zum 24. Februar ausgetragen. Es waren bereits die dritten Winterspiele in den USA, da 1960 Squaw Valley ebenfalls Austragungsort war. Lake Placid war der einzige verbliebene Gegenkandidat zu Vancouver, die allerdings 30 Jahre später die Winterspiele nach Kanada holen sollten.
Im Streit zwischen der China und Taiwan hatte sich dieses Mal die Volksrepublik durchgesetzt, Taiwan wurde vom IOC nicht zugelassen und China so wie Costa Rica nahm erstmals an Olympischen Winterspielen teil. Für Zypern war die Teilnahme eine Olympische Premiere. Während 1932 nur 231 Männer und 21 Frauen aus 17 Ländern teilnahmen, waren es 1980 schon 837 Männer und 235 Frauen aus 37 Ländern.
Star der Spiele war der US-Amerikaner Eric Heiden der im Eisschnelllauf alle fünf Bewerbe jeweils mi Olympischen Rekord gewann, über 10.000m zusätzlich mit Weltrekord. Das hat es weder vorher noch in den nachfolgenden Spielen gegeben, dass ein Athlet von der Sprint- bis zur Langstrecke alles gewinnen konnte. Die Bilder des Muskelpakets Heiden in seinem goldenen Rennanzug waren auf der ganzen Welt zu sehen.
Größte Sensation war der Olympiasieg der US-Eishockeyteams, insbesondere der Sieg über die viel höher eingeschätzten Spieler der UdSSR. Die Siege Heidens und des Eishockeyteams waren allerdings die einzigen für die USA, mit insgesamt 12 Medaillen belegte das Land im Medaillenspiegel Platz drei. Den Kampf um die Medaillen gewannen eindeutig die Ostblockstaaten Sowjetunion und DDR, wobei die ersten mehr Goldmedaillen und die anderen insgesamt mehr Medaillen gewannen. Ulrich Wehling aus der DDR gewann zum dritten Mal hintereinander die Nordische Kombination, gleiches gelang Irina Rodnina im Eiskunstlauf für die UdSSR. Aleksandr Tikhonov gewann die vierte Goldmedaille mit der Biathlonstaffel in Folge seit 1968. Österreich belegte in der Medaillenstatistik den vierten Platz, Liechtenstein belegte mit 2 Gold und 2 Silbermedaillen den fünften Platz und das beste Ergebnis in der Geschichte des Landes, durch Hanni Wenzels Erfolge und die Silbermedaille ihres Bruders Andreas im Alpinen Skilauf.
Der technische Fortschritt hat entscheidend die Entwicklung der Olympischen Spiele beeinflusst. Die Zeit konnte schon auf Tausendstel einer Sekunde genau gemessen werden, daher wollte man auch im Sport möglichst genau sein. Das führte zum knappsten Sieg in einem olympischen Langlaufbewerb. Der Schwede Thomas Wassberg besiegte den Finnen Juha Mieto nach 15km um eine Hundertselsekunde oder ein paar Zentimeter. Mieto war zu bemitleiden. Nach diesem Rennen änderte die FIS die Zeitnehmung bei Langlaufbewerben auf die Messung bis zur Zehntelsekunde.