20. Olympische Winterspiele
Olympische Erfolge bei den Spielen 2006 in Turin
252 Medaillen in 15 Sportarten bei 84 Events
Turin war vom 10. bis zum 26. Februar als dritte italienische Stadt Gastgeber Olympischer Spiele nach Cortina d´Ampezzo im Jahr 1956 und 1960 in Rom. Wieder gab es Rekorde zu verzeichnen: 960 Frauen und 1548 Männer aus 80 Ländern kämpften in 84 Wettbewerben um Medaillen.
Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf die Twin-Tower in New York und das Pentagon in Arlington waren die Sicherheitsvorkehrung massiv. Der Luftraum über Turin war gesperrt. Besucher mussten durch Sicherheitskontrollen bevor sie in die Sportstätten gelassen wurden. Pech hatte jemand der sein Auto mit spanischem Kennzeichen an der falschen Stelle geparkt hatte: Da man darin eine Bombe vermutete wurde es gesprengt.
Die Medaillenstatistik hat Deutschland vor den USA und Österreich gewonnen. Österreich hatte mit neun Gold-, je sieben Silber- und Bronzemedaillen nur zwei Silbermedaillen weniger als die USA. Für Österreich war das das mit Abstand beste Ergebnis in der Olympischen Geschichte. Nur in der Platzierung in der Medaillenstatistik war Östereich 1956 in Cortina d´Ampezzo und 1964 in Innsbruck mit jeweils einem zweiten Rang besser.
Getrübt wurde die Freude über das gute Ergebnis der österreichischen Mannschaft einen Dopingskandal. Eine Reinigungskraft hatte im Quartier der Langläufer Blutbeutel im Abfalleimer gefunden. Die alarmierte Polizei führte eine Razzia durch und fand über 100 Spritzen, 30 Schachteln mit Medikamenten und mehrere Apparate für Bluttests und Transfusionen. In der Nacht nach der Razzia setzten sich zwei Biathleten nach Österreich ab. Sie wurden wegen unerlaubten Verlassens des Olympiageländes aus der Mannschaft ausgeschlossen. Auch der Langlauftrainer Walter Mayer war verschwunden, bis er versuchte in alkoholisiertem Zustand im österreichischen Kärnten eine Polizeisperre zu durchbrechen. Zahlreiche Athleten und Funktionäre wurden gesperrt.
Erfolgreichster Teilnehmer war der südkoreanische Shorttrackläufer Ahn Hyun-Soo mit drei Goldmedaillen und einer Bronzemedaille. Acht Jahre später sollte er mit neuem Vornamen für ein neues Land wieder drei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille holen: Als Viktor Hyun-Soo für Russland. Mit diesen Erfolgen ist er bisher der erfolgreichste Shorttracker der Olympischen Geschichte.
Neben der Berichterstattung über das Fernsehen und die Printmedien, hatte auch sich das Internet endgültig als Informationsquelle etabliert. Über 700 Millionen Mal wurde die offizielle Webseite der Spiele aufgerufen.